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in den Akten des Kaiserlichen Reichshofrats
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Akte 127
Aktenserie: Antiqua Band: 2
Zeitraum: 1675
Kläger bzw. Antragsteller:
...Heinrich, Martin, Bürger und Gastwirt in der Festung Raab...
Verfahrensgegenstand / Beschreibung:
... eine ihm gerichtlich zugesprochene Geldsumme von der Stadt Worms erwarte. Er bittet, dem Wormser Reichshofratsagenten Tobias Sebastian Praun zu befehlen......, dieses Geld nicht eher auszuzahlen, bis seine Ansprüche befriedigt sind. Scholz wendet ein, er kenne Heinrich, der gar nicht in Raab sesshaft sei und...... solche Forderungen nicht an ihn stellen würde. Er verlangt, dass sich der Kläger legitimieren soll. Das Geld aus Worms gehöre im übrigen nicht ihm, sondern...
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Akte 128
Aktenserie: Antiqua Band: 2
Zeitraum: 1600 – 1700
Verfahrensgegenstand / Beschreibung:
... vorgeschossen. Und zwar habe er 1695 eine zinsbringende Obligation von Wehner gekauft, der zufolge der Schuldbetrag zurückbezahlt werden sollte, sobald das von...... Obervormundschaftsamt in Nürnberg zugestimmt. Nun habe aber bereits der Nürnberger Gläubiger Adrian Schäfer 800 Gulden aus besagter Erbschaft bekommen. Heinrich bittet...... auch im Namen seines Gläubigers Ostertag, der ihm seiner Zeit das Geld nur „en regard“ der Zustimmung des Nürnberger Obervormundschaftsamtes geliehen...... habe, demselben Amt zu befehlen, jene 800 Gulden wiederzubeschaffen und ihm zuzüglich der dann noch fehlenden Schuldsumme und den Prozesskosten zu...... gehangen und am strick erwürgt dargegeben, sondern auch hierüber erdichte briefe fürgezeigt“ (fol. 17v/18r). In Wahrheit sei der ältere Wehner aber in...... vorgesehen – zurückerstattet habe. Heinrich könne das Obervormundschaftsamt nicht haftbar machen, da er den Betrügereien des jungen Wehner aufgesessen sei, der...
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Akte 129
Aktenserie: Antiqua Band: 2
Zeitraum: 1697 – 1698
Verfahrensgegenstand / Beschreibung:
... . Heintzelmann bringt vor, er habe im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen den katholischen und evangelischen Ratsmitgliedern Kaufbeuren verlassen und sei nach...... Augsburg gezogen. Sein Wegzug sei aber von evangelischer Ratsseite behindert worden. Namentlich sein Vetter, der Bürgermeister Johann Heintzelmann, verfolge...
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Akte 130
Aktenserie: Antiqua Band: 2
Zeitraum: 1707 – 1713
Verfahrensgegenstand / Beschreibung:
...Appellation gegen ein vom Stadtgericht Kaufbeuren bestätigtes Scheidungsurteil des evangelischen Konsistoriums in Kaufbeuren, das der Appellantin den...... Appellation gegen dieses Urteil an den Rat sei von der evangelisch dominierten und – weil mit ihrem Mann verwandtschaftlich verbunden – parteiischen...... diesem Urteil bleiben solle. Daraufhin habe sie sich appellierend an den Reichshofrat gewandt. Der verlangt zunächst getrennte Berichte von den beiden...... Ratsfraktionen. Die Stellungnahme der katholischen Ratsfraktion bestätigt die Ausführungen der Appellantin. Dagegen hat nach Ansicht der evangelischen Ratsfraktion...... nicht der Ehemann, sondern die Appellantin durch „ihre verschwenderische und allzu freche conduite“ (fol. 43v) die Ehe und die wirtschaftlichen...... Grundlangen derselben zerstört, so dass es schließlich 1703 zu einem Konkurs gekommen sei. In diesem Konkursprozess habe das Stadtgericht zugunsten der...... Gläubiger und gegen den Willen der Appellantin entschieden, dass deren Vermögen in die Konkursmasse eingehen müsse. Als die Appellantin ihr Vermögen schwinden...... gesehen habe, habe sie den Scheidungsprozess mit der Forderung nach dem Heiratsgut und der Alimentenzahlung geführt. Zunächst habe sie aber verkündet, gegen...... die Entscheidung in dem Konkursverfahren appellieren zu wollen. Man habe daraufhin ein Gutachten der Tübinger Juristenfakultät eingeholt. Es sei aber zu...... einem vorläufigen Kompromiss gekommen. Und zwar habe man sich darauf geeinigt, die letzte Entscheidung über das Vermögen der Appellantin dem...... bestätigt. Sonst versucht der evangelische Rat, die schweren Vorwürfe gegen den Ehemann zu entkräften, im Falle des Sodomievorwurfs wohl vergeblich: Hans...... der trunckenheit, theils magna quidem ex simplicitate der Ursachen geschehen, weil sein Eheweib ihn öffters einer impotenz beschuldigt, dadurch er dem......, lässt der Reichshofrat die Appellation zu und beauftragt den Augsburger Rat, kommissarisch die Sache zu untersuchen, zwischen den Parteien zu vermitteln......, zu entscheiden und zu berichten. Die Kommission hat Schwierigkeiten, an die Akten zu gelangen, und muss auf dringende Bitten der Appellantin zwei Mal...... an ihren Auftrag erinnert werden. Mit einer Nachricht der Kommission, die Parteien zu einem Rechtstag 1713 01 13 nach Augsburg geladen zu haben...
Entscheidungen:
... gesamten Rat der Stadt Augsburg, 1709 05 14 (Konz.), fol. 120r; Befehl an die Kommission, dem Kommissionsauftrag nachzukommen, 1711 02 26 Konz.), fol. 142r...
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Akte 132
Aktenserie: Antiqua Band: 2
Zeitraum: 1709 – 1712
Verfahrensgegenstand / Beschreibung:
... deren Erbe unter den Kindern aus erster und zweiter Ehe aufgeteilt werden solle. Wenn eines der pachelbelischen Kinder ledig und ohne Erbe sterbe, sollen...... angemeldet, die aber von den pachelbelischen Geschwister nicht anerkannt worden seien. Der daraufhin ausgebrochene Rechtsstreit habe zu einem Urteil des...... in Ansbach zu ziehen, wo der Hauptbeklagte Assessor und deshalb keinesfalls ein unparteiisches Urteil zu erwarten sei. Es ergeht ein Befehl an den...
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Akte 133
Aktenserie: Antiqua Band: 2
Zeitraum: 1674 – 1681, 1689
Verfahrensgegenstand / Beschreibung:
...Verschiedene Bitten im Zusammenhang mit der Verfolgung wegen Hochverrats . Heintze führt weitläufig aus, der Herzog habe ihn 1673 07 07 unter Arrest...... bewachen lassen, dann im Schloss zu Ratzeburg inhaftiert. Er sei Opfer einer Hofintrige des Predigers Johann Detering, der ihn im Zusammenhang mit einer...... diplomatischen Mission auf dem Kreistag zu Braunschweig von 1673 beim Herzog verleumdet habe. Er habe dort aber in Sachen der vom Kreistag entschieden abgelehnten...... Instruktion gemäß gehandelt. Obwohl dies zahlreiche Fürbittschreiben der auf dem Kreistag vertretenden Stände bestätigt hätten und obwohl er auch seine Unschuld...... worden.„Zweifels ohne aus sonderbahrer Schickung Gottes wegen meiner Unschuld“ (7r) sei ihm 1674 10 31 die Flucht aus dem Gefängnis gelungen. Der Herzog...... habe daraufhin seine Frau unter unwürdigen Bedingungen eingesperrt und mit Folter bedroht. Ihn selbst habe der Herzog unerbittlich verfolgt. „Bei...... öffentlichen Trummelnschlage“ sei „9 Wochen außgeruffen worden, wer mich könnte schaffen lebendig oder tod oder auch nur ausforschen, wo ich mich aufhielte, der...... solte 500 Rtlr. zum recompens haben“ (fol. 7v). Ferner habe der Herzog – anstatt per Edikt vorzuladen – ein „Mannes Bild unter meinen Nahmen solenniter in...... Begleitung der Voigte, wie man sonst alda einen armen Sünder zur richt standt führet, von dem büthel öffentlich aushencken“ (8r) lassen und darunter allerlei...... Ehrverletzendes über ihn und seine Flucht schreiben lassen. Darüber hinaus habe der Herzog einen Musketier namens Hans Noack, der vollkommen unschuldig an seiner...... zuforderst die beeden vorfenger und darauf der Kopff abgeschlagen, hernachmahlen geviertheilet, der Kopf auf einen Pfahl gestecket und die Viertel an die...... cum effigie et ignomisiosa subscriptione, wodurch der Ordo Literatorum et Consiliariorum zum höchsten beschimpfet“ (fol. 9r) werde, auf die gleiche Art....... Hinsichtlich der übrigen Klagepunkte soll der Herzog berichten. Dieser antwortet, Heintze habe auf dem Kreistag wider seine Instruktion agiert und ihn beim...... bestand, Heintze zu ergreifen, frei gelassen worden. Nur Teile von Heintzes Mobiliar und die wenigen ausstehenden Legationsgelder seien auf Drängen der...... Territorium auszunehmen. Der nach Halberstadt geflüchtete Heintze verlangt vom Herzog 100 000 Reichstaler (!) für das ihm zugefügte Unrecht und die erlittene...
Entscheidungen:
...Heintze soll einen Schutzbrief erhalten, der Herzog ein Mandat, „ut latius in protocolla“, 1674 09 28 (Verm.), fol. 9v; Befehl an den Herzog, Frau...
Darin:
..., 1674 03 23 (Abschr.), fol. 6r; Aus den Beilagen der herzoglichen Erwiderung: Auszüge aus Protokollen des Braunschweiger Kreistages 1673, fol. 47r–48r; Auszug aus...
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Akte 134
Aktenserie: Antiqua Band: 2
Zeitraum: 1675 – 1676
Verfahrensgegenstand / Beschreibung:
...Bitte, vor Zulassung eines Appellationsprozesses in einem Lehnsstreit zwischen Joachim Dittrich Jakob auf der einen und den Brüdern Heintzen auf der...... anderen Seite (siehe Nr. 124) von der Hildesheimer Regierung, die ein Urteil zugunsten Jakobs gefällt habe, einen Bericht anzufordern...
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Akte 135
Aktenserie: Antiqua Band: 2
Zeitraum: 1694
Verfahrensgegenstand / Beschreibung:
...Bitte um einen Befehl an den evangelischen Ratsteil der Stadt Kaufbeuren, den ungehinderten Wegzug zu gestatten („de concedenda libera emigratione“)...
Entscheidungen:
...Befehl, an die im Streit zwischen den katholischen und evangelischen Ratsteilen eingesetzte Kommission, bestehend aus dem Abt von Kempten und der...
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Akte 136
Aktenserie: Antiqua Band: 2
Zeitraum: 1681 – 1683
Verfahrensgegenstand / Beschreibung:
... sollte portionsweise (jeweils 60 – 70 Zentner) etwa alle vierzehn Tage bereit gestellt und abgeholt werden. Der Käufer sollte zunächst eine Summe von....... Sodann habe Hentze verlangt, Kühn müsse für allen durch die Explosion angerichteten Schaden aufkommen; der Schaden sei nur deshalb so groß, weil Kühns...... berücksichtigt sei das in Heilbronn konfiszierte Pulver, welches zu bezahlen Kühn von sich aus angeboten habe. Der Reichshofrat lässt die Appellation zu und...... eröffnet das Verfahren, in dem sich die appellatische Seite allerdings nicht zur Sache einlässt. Sie beruft sich auf den Reichsabschied von 1654, der...... festgelegt habe, dass Appellanten die Akten der Vorinstanz innerhalb von dreißig Tagen einfordern und eine Bescheinigung darüber vorlegen müssen. Dies hätten...
Darin:
... (Abschr.), fol. 426v–434v; Akten der Vorinstanz, umfangreiche Handschrift, 1681, fol. 91r–540v, darin u. a.: Vertrag zwischen Georg Wilhelm Hentze und Kühn...
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Akte 137
Aktenserie: Antiqua Band: 2
Zeitraum: 1559
Verfahrensgegenstand / Beschreibung:
...Beschwerde über Behinderung der Reformation des Stifts Wiesensteig . Die Grafen erklären in einer an die Reichsversammlung in Augsburg...... 1559 gerichteten „Special deduction der gravaminum unnd beschwerden“, sie hätten ihre Grafschaft auf der Grundlage des Augsburger Religionsfriedens von 1555 im Sinne...... der Augsburger Konfession reformiert. Das Stift Wiesensteig habe sich – unterstützt von dem Kardinal von Augsburg als dessen vermeintlicher Kurator...... – jedoch seiner Reformation widersetzt. Auf dem Reichstag in Regenburg von 1557 sei zur Beilegung dieses Streits, den der Kardinal zuvor schon vor das...... Reichskammergericht gebracht habe, eine Kommission eingesetzt worden, die aber keine Einigung erzielt habe. Der Kardinal beharre auf dem Standpunkt, durch die...... Reformation des Stifts, welches ihm „iure conservationis“ unterstehe, werde die Religion seines Standes verletzt und somit auch der Religionsfriede von...... fallen zu lassen und das reformatorische Wirken der Grafen in ihrem Territorium nicht mehr zu behindern....